Fr einen sozialen, kologischen und demokratischen Wandel

Gemeinsam Druck machen

(04.09.2019)

Erklrung der IG Metall Kiel-Neumnster
anlsslich des Aufrufs von Fridays for Future zu Klimastreiks und -aktionen am 20. September

Die IG Metall teilt das Ziel von Fridays for Future, die drohende Klimakatastrophe abzuwenden und hlt einen raschen und grundlegenden kologischen Umbau unseres Wirtschaftens fr
dringend notwendig. Um Druck fr eine soziale, kologische und demokratische Transformation zu machen, braucht es breite Mehrheiten in der Zivilgesellschaft.
Die IG Metall und Fridays for Future eint das Ziel, die drohende Klimakatastrophe abzuwenden und die Auffassung, dass hierfr die Einhaltung des Klimaziels des Pariser Abkommens, in dem
sich die Welt zu einer drastischen CO2-Reduktion verpflichtet hat, elementar ist.
Um dies zu erreichen, ist ein grundlegender Umbau unseres Wirtschaftssystems notwendig.
kologisch, sozial, demokratisch und schnell! Fr einen solchen Fairwandel hat die IG Metall mit 50.000 Menschen Ende Juni vor dem Brandenburger Tor demonstriert und damit einen Beitrag geleistet, Druck auf Politik und Unternehmen aufzubauen.
Einigkeit besteht auch in einem weiteren Punkt: Klimaschutz darf nicht auf Kosten von Beschftigung gehen. Der kologische Umbau der Wirtschaft muss sozial und demokratisch gestaltet werden, Beschftigung und gute Arbeit mssen in einer kologischen Wirtschaft erhalten und ausgebaut werden.
Welche Schritte zur Erreichung des Klimaziels im Einzelnen notwendig, auf welchem Weg und in welcher Geschwindigkeit die Zwischenziele bis 2050 erreichbar sind darber, gibt es durchaus unterschiedliche Sichtweisen zwischen Gewerkschaften und Fridays for Future. Die IG
Metall sieht die Prioritt vor allem darin, konkrete Umsetzungsschritte zu definieren und zgig anzugehen nicht darin, die ohnehin nur mit groen Anstrengungen zu erreichenden Ziele noch enger zu stecken.
Zu den dringend anzugehenden Manahmen gehrt der Schienenausbau fr Nah- und Fernverkehr, der Ausbau des ffentlichen Personennahverkehrs und die Frderung von sozial vertrglicher
Gebudesanierung insbesondere im Mietwohnungsbau. Dazu gehrt ebenso der Ausbau der Stromnetze, die den Anforderungen von Verkehrs- und Wrmewende derzeit nicht gengen.
Der Staat muss auerdem Impulse fr den flchendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur fr die E-Mobilitt setzen, neue Mobilittskonzepte frdern und die Infrastruktur fr mittelfristig verfgbare Alternativen wie den Wasserstoffantrieb schaffen.
Denn die Menschen brauchen bezahlbare, attraktive und klimaschonende Alternativen fr Verkehr
und Wrme.
Sonst wird die Verteuerung fossiler Energietrger nicht zu einer klimaschonenderen Lebensweise, sondern zur Verrgerung breiter Teile der Bevlkerung angesichts hherer Lebenshaltungskosten fhren.
Um die notwendigen Klimaschutzinvestitionen zu finanzieren, mssen strkere Schultern mehr tragen als Schwchere. Deshalb mssen hohe Vermgen und Erbschaften strker besteuert werden und eine restriktive Haushaltspolitik, die sich an schwarzer Null und Schuldenbremse orientiert, berwunden werden.
Die IG Metall begrt es, wenn ihre Mitglieder sich im Rahmen der arbeitsrechtlichen Spielrume am Klimaaktionstag am 20. September beteiligen und Flagge zeigen fr einen Wandel, der Klimaschutz, sichere Arbeitspltze und soziale Gerechtigkeit verbindet.
Denn um Druck fr eine soziale, kologische und demokratische Transformation zu machen, braucht es breite Mehrheiten in der Zivilgesellschaft.

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