oder 10 Grnde warum sich die IG Metall Kiel-Neumnster an den Kundgebungen am 09.11.2019 vor Primark in Kiel beteiligt

Fast Fashion kills

(09.11.2019)

  1. Wir fordern gute Arbeitsbedingungen und gute Lhne fr alle Menschen auch in den Herstellungsorten

  2. Wir knnen als KonsumentInnen Einflu auf die Zulieferketten durchsetzen wenn wir vor Ort unsere Stimme gegen die Arbeitsbedingungen auch in anderen Lndern erheben.

  3. Wir zeigen uns solidarisch, denn unsere Kmpfe hren nicht an Grenzen auf: Hoch die internationale Solidaritt!

  4. Debatten um Nachhaltigkeit und Ressourcenverbrauch kann und darf nicht an den Einkaufstren enden.

  5. Nationale Problemlsungen greifen in Zeiten fortschreitender Globalisierung zu kurz.

  6. Wir brauchen die internationale Zusammenarbeit von Belegschaften und starke gewerkschaftliche Partner in den anderen Lndern, damit wir auch nationale Arbeitsbedingungen strken knnen.

  7. Wir wollen grenzberschreitend verhindern, dass Standorte gegeneinander ausgespielt werden. An allen Standorten der Lieferketten geht es darum, Beschftigung zu sichern und Arbeitsstandards zu halten und auszubauen.

  8. Wir wollen fairen Handel und faire Produktion sichern

  9. Wir wollen mit dem deutsche Mitbestimmungssystem Kollegen und Kolleginnen im Ausland untersttzen und in global operierenden deutschen Unternehmen ber die deutschen Grenzen hinaus effektiv gestalten.

  10. Wir wollen das eine tun ohne das andere zu lassen! Das heit, wir werden uns auch hier vor Ort weiterhin konsequent fr hhere Lhne und bessere Lebensbedingungen einsetzen egal ob in prekren Beschftigungen, Niedriglohn- Bedingungen oder von Altersarmut bedroht oder betroffen Gute Arbeit und ein gutes Leben soll es fr alle geben!


  11. Die IG Metall bekennt sich als Teil der Clean Clothes Campaign daher zu Guten Arbeitsbedingungen und existenzsichernden Lhnen egal in welchem Land die Fabrik steht!



    Was heit das konkret:

    Ausbeutung mit System: die globale Textilwirtschaft


    In Deutschland wird jhrlich viel Kleidung neu gekauft doch nur ein kleiner Teil kommt aus dem eigenen Land. Kleider fr den deutschen Markt werden hier entworfen, in Auftrag gegeben und verkauft, aber in Billiglohnlndern bestellt, gefertigt und verschifft. Das rechnet sich. Denn die Lhne dort machen hier weniger als 2% des Ladenpreises aus.
    Fr die Fabrikanten, den Handel und die Marken ein gutes Geschft. Den Preis dafr zahlen die Textilarbeiterinnen. In Lndern wie Bangladesch wird Kleidung unter katastrophalen Bedingungen gefertigt. Dort ist die 90-Stunden-Woche ohne freien Tag normal.

    Flexibel und billig um jeden Preis


    Arbeitszeiten werden bei Bedarf beliebig ausgedehnt und die Lhne sind so niedrig, dass sie nur knapp das berleben sichern. Viele Textilfabriken scheren sich nicht um die Gesundheit ihrer Beschftigten und umgehen Sicherheitsbestimmungen.
    Sie produzieren konkurrenzlos billig und die Textilwirtschaft hat den Groteil der Produktion in Billiglohnlnder wie China, Bangladesch, Indien, Kambodscha oder die Trkei verlagert. Fr Gewinn um jeden Preis: 2013 beim Einsturz der Textilfabriken im Rana Plaza-Gebudekomplex wurden 1.135 Menschen gettet und mehr als 2.000 verletzt, weil die Besitzer den mangelhaften Bauzustand ignorierten.

    Weltweit aktiv fr Arbeitnehmerrechte


    Deutschland ist einer der wichtigsten Mrkte fr Kleidung und mit den Produktionsstandorten untrennbar verbunden. Was Handel und Marken dort sparen, wird hier zu Profit durch grere Gewinnspannen und die Auslagerung einer ganzen Industrie. Das betrifft Konsumenten und Arbeitnehmer. Die IG Metall vertritt die Arbeitnehmerinteressen in der Textilproduktion
    und untersttzt die Kampagne fr Saubere Kleidung.

    Was will die Kampagne fr Saubere Kleidung?


    Die Kampagne hat zwei Ziele. Sie will existenzsichernde Lhne und gute Arbeitsbedingungen als soziale Mindeststandards bei den Fabrikanten durchsetzen und auf der anderen Seite den Handel und die Marken verpflichten, nur mit Unternehmen zu kooperieren, die diese Standards einhalten. Ein breites Bndnis steht dahinter: Verbraucher- und Menschenrechtsorganisationen, Frauenvereinigungen, kirchliche Gruppen u.v.m. Die Kampagne arbeitet international und ist
    Teil der in den Niederlanden gegrndeten Clean Clothes Campaign, kurz CCC.

    Die Ideen der Kampagne sind Ideen der Arbeiterbewegung.


    Klar, dass die IG Metall und ihre Mitglieder die Kampagne fr Saubere Kleidung von Anfang an begleiteten. Sie ist in der IG Metall fest verankert und Thema auf vielen Konferenzen, quer durch alle Fach- und Branchenbereiche. Sie erreicht in der IG Metall weit ber 2 Millionen Menschen, die Einfluss auf die Politik nehmen und Unternehmen dazu bewegen, sich zu ihrer sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung zu bekennen.

    Fotos: U. Stephan, r-mediabase



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