Transformation, Digitalisierung, Roboter Was kommt da auf uns zu?

(30.06.2018)

Die Arbeitswelt verndert sich rasant und grundlegend. Viele Beschftigte sind bereits jetzt schon betroffen. Begriffe wie Transformation, Digitalisierung und Industrie 4.0 sind in allerMunde. Doch was heit das nun genau, und was knnen Beschftigte und Gewerkschaften hier tun?
Antworten auf diese Fragen gab auf der Delegiertenversammlung Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IGMetall. Echte und vielfach selbsternannte Experten berschlagen sich ja geradezu mit wilden Phantasien ber unsere Zukunft.
Manche frchten eine totalitre Roboter-Herrschaft. Andere trumen davon, dass wir ohne Zwang zur Arbeit endlich anderen Interessen nachgehen. Aber immer steht fest, dass die meisten Menschen schon bald keiner klassischen Erwerbsarbeit mehr nachgehen knnen, sagte sie zur Erffnung ihrer Rede.
Beschftigte gestalten mit
Doch gegen diese eindimensionalen Bilder wehre sie sich vehement, nach wie vor werde es Arbeit geben, da sei sie sich sicher.
Die Zukunft der Arbeit und der Arbeitsgesellschaft hinge ihrer Meinung stark davon ab, wie die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sie gestalteten. Es sei schon immer die Strke von Gewerkschaften gewesen, sich einzumischen, sich die Gestaltung von Arbeitsbedingungen nicht aus der Hand nehmen zu lassen.
Innovative Mitbestimmung
Sie pldierte in ihrer Rede fr innovative Mitbestimmung. Betriebsrte seien nun gefragt, sich schnellstmglich, soweit noch nicht geschehen, auf die Vernderungen einzustellen und dabei folgende fnf Punkte zu beachten:
Sie sollten sich zunchst einen detaillierten berblick ber die Vernderungen im Betrieb verschaffen, umfassende Qualifizierung organisieren, die Beschftigten vor Leistungs- und Verhaltenskontrolle und vor physischer und psychischer Belastung schtzen. Auerdem sei in diesen Vernderungsprozessen die Meinung der Beschftigten mehr denn je gefragt und Beteiligung unabdingbar.
Doch nicht nur die Gewerkschaften und Betriebsrte seien nun gefordert: Industrie 4.0 mache auch einen Sozialstaat 4.0 notwendig, so Christiane Benner weiter. Die Menschen
bruchten eine Zukunft mit guten Perspektiven, und dafr msse die Politik sorgen. Und auch da werde die IGMetall nicht locker lassen.
Unsere Strke: Solidaritt
Eine weitere groe Kraft in diesem Prozess sieht die Gewerkschafterin in der Solidaritt der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: Wenn sie sich einig seien, sich nicht auseinanderdividieren lieen, nicht von den Arbeitgebern und auch nicht von rechten Parteien, dann sei eine gute Zukunft trotz aller Vernderungen mglich.
Abschlieend informierte Christiane Benner ber weitere Veranstaltungen zum Schwerpunktthema Transformation und Digitalisierung, und sie kndigte eine groe Debatte auf dem Gewerkschaftstag 2019 an.



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